Apropos Glück

Glück ist in aller Munde. Nicht nur das auf dem Büchermarkt selten ein so großes Angebot an Glücksratgebern zirkulierte, von denen nicht wenige erst dann zum Glück des Lesers beiträgt, wenn man die Buchdeckel wieder schließen kann (Dr. Eckart von Hirschhausens „Glück kommt selten allein“ ist da – für mich persönlich – eine der seltenen rühmlichen Ausnahmen), nein, auch in der Tourismusbranche ist das Glück allgegenwärtig.

Dabei erweist sich gerade das Thema Urlaub als das beste Beispiel dafür, wie sehr sich die Vorstellung vom Glück in den vergangenen Jahren gewandelt hat. Erst kürzlich, beim Forum der Südtiroler Marketing Gesellschaft (SMG), skizzierte ein Zukunftsphilosoph, sprachen Marketingspezialisten über die Folgen dieses Wandels. Das Wort „Glück“ selbst allerdings, ist dabei nicht gefallen; wohl wegen seiner Flüchtigkeit und seiner Neigung, sich allgemein gültiger Definitionen zu entziehen.

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Glück kommt selten allein…

Oder von der Anatomie des Jammerlappens. Eindrücke von Hirschhausens zweitem Bestseller-Sachbuch „Glück kommt selten allein…“

Zweimal habe ich es geschafft in der Buchhandlung an diesem verführerischen kleinen Glücksschweinchen auf grünem Grund vorüberzugehen, beim dritten Mal allerdings hat es mich endgültig eingefangen, es ging nicht mehr, ich musste ihn haben, den neuen Bestseller von Dr. med. Eckart von Hirschhausen. Klingt ja auch vielversprechend: „Glück kommt selten allein“. Wie, es kommt selten allein? Kommt es nicht von allein, oder bringt es etwa noch jemanden mit, noch mehr Glück etwa, oder kommt es erst, wenn man nicht mehr allein ist? Naja, irgendwie wohl von allem ein bisschen.

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Bastian Sick in Bozen

„Ich kann nun mal nur Grammatik.“
Bastian Sick am 23.03.2012 im Bozner Waltherhaus.

Na ja, das dafür aber umso besser. Und von „nur“ kann bei aller Bescheidenheit auch nicht die Rede sein. Allein die Inszenierung des Auftrittes verrät: Da ist ein echter Profi am Werk und zwar bei weitem nicht nur, was die Grammatik betrifft.

Im ausverkauften Theatersaal weist der Autor der Zwiebelfisch-Kolumne augenzwinkernd charmant auf die Irrungen und Wirrungen der deutschen Sprache hin und hatte, nach erst 3-tägigem Aufenthalt in unserem Alpenland, auch schon allerlei Schnappschüsse aus dem Südtiroler Sprachdschungel im Gepäck.

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Gastbeitrag: Mein Lieblingsbuch

Von Hans-Georg Fischer, Fischers Bücherstube Freyburg (Unstrut)

Wohl jeder Mensch bzw. Leser hat sein Lieblingsbuch. Warum soll es da bei Buchhändlern anders sein? Merkwürdig, aber es ist so: In jedem Jahr lese ich dieses Buch einmal. In meiner Lehrzeit habe ich angefangen, mich mit russischen Autoren zu beschäftigen. Puschkin, Tolstoi oder Dostojewski. Da bin ich auch zu Michail Bulgakow gekommen. „Der Meister und Margarita“. Seitdem habe ich dieses Buch mehrmals gelesen und immer wieder neu entdeckt. Man kann und sollte das Buch immer aus anderer Perspektive oder als anderes literarisches Genre lesen.

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Buch-Kleinod an der Unstrut

Oder was man auf der Suche nach Postkarten finden kann.

Unlängst mitten in Deutschland, genauer gesagt in Sachsen Anhalt: Auf dem Weg zur Zeddenbacher Mühle in Freyburg an der Unstrut, die Wahrzeichen der Stadt, den „Dicken Heinrich“ und die Neuenburg, immer im Blick. Nach dem Besuch im Mühlenladen geht es – links die Weinberge, rechts die Unstrut – hinein ins beschauliche Zentrum der Jahn-, Wein und Sektstadt mit dem imposanten Dom und der inzwischen wohl weltbekannten Rotkäppchen-Sektkellerei. Und weil digitale Fotografien via E-Mail versenden zwar schön, die klassische alte Postkarte als Gruß aber um einiges liebevoller ist, mache ich mich an dieser Stelle auf, selbige zu erwerben. Weiterlesen

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Autorenbegegnungen in Südtirol

Das Südtiroler Kulturinstitut lädt regelmäßig Schriftsteller zu besonderen Begegnungen ein. Für mich gibt es dieses Jahr gleich zwei gute Gründe hinzugehen:

Die zentrale Frage „Wie gut ist Ihr Deutsch?“ die der Autor und Kolumnist Bastian Sick in gewohnt augenzwinkernder Weise am 23.03.2012 um 20 Uhr im Bozner Waltherhaus stellen wird.

Und die Erinnerungen an die DDR, die lebendig werden, wenn Joachim Gauck am 16.04.2012 (ebenfalls im Waltherhaus in Bozen) aus seinen Lebenserinnerungen „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“ lesen wird. Da trifft alte Heimat auf Neue. Das kann ich mir unmöglich entgehen lassen, vor allem deshalb nicht, weil ich diesen Mann, der vor der Wiedervereinigung Deutschlands eine wichtige Persönlichkeit des Widerstandes und danach Erster Beauftragter für Stasi-Unterlagen war, schon immer einmal persönlich treffen wollte.

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Literatur in Eppan, Südtirol

w|ort|reich – so der Titel einer Ausstellung, die zwischen dem 23. März und dem 31. Mai im Lanserhaus in Eppan an der Südtiroler Weinstraße Station macht. Einer Ausstellung, die sich den Autoren widmet, die in und an verschiedenen orten der Überetscher Gemeinde gewirkt haben. Aber nicht nur den Autoren und orten, sondern vielmehr den worten, die aus ihrer Feder flossen, gilt das Hauptaugenmerk.
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Interpretation

Die Literaturwissenschaft versteht unter einer Textinterpretation die detaillierte und ausführliche Analyse eines Textes, um dessen Aussageabsicht genauer erfassen zu können. Ziel der Interpretation – unabhängig davon ob es sich um Sach- oder literarische Texte handelt – ist es, den nicht explizit genannten, aber möglicherweise zwischen den Zeilen eines Werkes mit transportierten, verborgenen Sinn zu erkennen.


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Sprache und Musik

Vergangene Woche zwischen Eisacktal und Grödnertal: Beim Besuch in einem sehr gastlichen Haus (Ferienwohnungen Haus Gabi) bin ich auf ein besonderes Ensemble engagierter Musiker und Sänger aufmerksam gemacht worden (nochmal vielen Dank für den wertvollen Hinweis). Das Ensemble Pinzimonio Vocale wird von fünf außergewöhnlichen Musikern aus dem Gadertal gebildet, die sich der Musik der Spät-Renaissance und des frühen Barock widmen.
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Friedrich Schiller – Kabale und Liebe

Das bürgerliche Trauerspiel in 5 Akten (Uraufführung 1784 in Frankfurt) zählt als Schillers zweites Drama zu seinem Frühwerk und zeigt deutliche Züge des Sturm und Drang sowie des aufklärerischen Theaterverständnisses mit didaktischem Anspruch.

Obwohl sich Schiller am Aufbau des klassischen Dramas orientiert und die Einheit der Zeit berücksichtigt, hält er die Einheit von Ort und Handlung nicht ein, sondern baut mit der Geschichte der Lady Milford eine eigenständige Nebenhandlung auf, die die überlegene moralische Haltung des bürgerlichen Standes unterstreichen sowie Prasserei, Wucher und Mätressenwesen kritisieren soll.

Die Kernthemen des sozialkritischen Stückes sind: Liebe und Vertrauen, Ständegesellschaft, Vaterautorität, Religiosität und Moralität, Elternliebe.

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