Hermann Hesse “Über das Glück”

„Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.“

Das zumindest vekündet der Umschlagtext.

Das diese Liebe, dieses Glück für den Autor, für den Menschen Hesse viel tiefer geht, zeigt diese Sammlung an Tagebuchauszügen, Gedichten und Gedanken.

Auf der Spur eines ganz eigenen, nachahmenswerten Verständnisses vom Glück ist dieses Buch ein wahres Kleinod für jeden, der sich wie Hesse selbst auf die Suche begibt. Auf die Suche nach Momenten des vollkommen Glücks im eigenen Leben. Momenten, die so flüchtig und zugleich so bleibend sind, dass man noch Jahre später davon zehren kann. So wie Hesse es tat. Stimmungen, persönliche Eindrücke und weltumfassende Einsichten vermag kaum ein anderer so anschaulich, so einfühlsam und berührend in Worte zu fassen, wie er, der sein Leben lang dem Glück nachspürte, es zu fassen, zu beschreiben, nachzuempfinden suchte.

In der Erinnerung an die Tage der frühesten Kindheit finden sich diese Momente des Glücks am reinsten und vollkommensten, sagt Hesse. Doch auch in späteren Jahren kann man das Glück erhaschen. Im Lächeln eines Kindes, im Ziehen der Wolken über einen sommerlich blauen Himmel, in der Freude einer schlichten Bootsfahrt. Begeben wir uns also beim Lesen dieser Betrachtungen auf unsere ganz persönliche Suche nach Momenten in unserem Leben, die es in der Erinnerung zu bewahren lohnt. Und wenn wir dann in der Morgensonne im Süden Südtirols, unter einem Apfelbaum sitzend vom Lesen aufschauen und sich ein Sonnenstrahl im Flügelschlag eines Schmetterlinges bricht, dann wissen wir genau, was Hesse bewegte.

Empfehlung: Unbedingt lesenswert

Ein Gedanke zu „Hermann Hesse “Über das Glück”“

  1. Ich würde heute einen Satz ergänzen wollen:
    „Aber wer nicht lieben darf, wir nimmer glücklich“

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