Tipps für Schularbeiten in Deutsch

Schularbeiten in Deutsch sind, vor allem wenn es sich um Aufsätze handelt, immer eine Frage des Wie. Die Biographie eines Autors kann man auswendig lernen, die Merkmale der Literaturepochen ebenfalls. Fragen diesbezüglich lassen sich – unter der Voraussetzung, dass man genug gelernt hat, recht gut beantworten.

Ganz anders sieht es nun aber aus, wenn wir selbst zusammenhängende Texte schreiben sollen, egal, ob es sich um eine Gedichtinterpretation, eine Textanalyse, einen Essay oder Artikel handelt.

Das Allerwichtigste überhaupt ist das richtige Zeitmanagement.

Die exakte Planung hängt natürlich immer von der eigenen Arbeitsweise und der Aufgabenstellung ab. Eines aber gilt immer: Vorbeugen ist besser, als mitten im Schreiben nicht weiter zu wissen.

D.h., ein großer Teil der Arbeit gehört der Erfassung der Aufgabe, dem Textstudium und der Konzeption. Denn je besser die Vorbereitung, desto weniger Probleme tauchen beim Schreiben auf.

Unverzichtbar ist die Korrekturphase zum Schluss. Die dafür verwendete Zeit, sollte etwa ein Viertel der Zeit betragen, die man zum Schreiben verwendet hat.

Vorgehensweise:
1. Lesen der Aufgabenstellung und des Textauszuges
2. Ersten Eindruck notieren
3. Markieren der wichtigen Punkte der Aufgabenstellung
4. Lesen des Textes im Hinblick auf die markierten Punkte der Aufgabenstellung
5. Notizen machen (dabei wird alles, was mir zu Text und Aufgabenstellung einfällt, notiert)
6. Sortierung der Notizen/Erstellung des Konzeptes
7. Auswahl möglicher Zitatstellen
8. Verschriftlichung des Konzeptes
9. Korrektur lesen

zu 6. Was macht ein Konzept aus?
Das Konzept ist der „rote Faden“ beim Schreiben. Wie kann nun so ein Konzept aussehen, damit es seinen Zweck erfüllt?

Idealerweise erstellt man das Konzept in einer Art Tabellenform. Man schreibt einfach jeden neuen Gedanken untereinander. Zum Sammeln von Ideen kann das Clustering sinnvoll sein. Ist alles notiert, geht man die Notizen hinsichtlich folgender Fragen durch:

Welche der notierten Punkte sind die relevantesten? Wo sind Widersprüche aufgetreten? Welchen Punkt möchte ich als Einstieg verwenden? Wo ist eine optimale Überleitung möglich? Wo liegt mein Schwerpunkt (eigene These)?

Rechts neben den Notizen ist Raum für die eigene Wertung. Ich nummeriere dabei gern die Aussagen von der wichtigsten an abwärts, beginnend mit der Zahl 1. Währenddessen kommen mir häufig noch neue Gedanken. Diese notiere ich auf derselben Liste und ordne sie bei einem zweiten Durchgehen mit in die Reihenfolge ein.

So besteht nicht die Gefahr, dass gute Ideen verloren gehen oder hinterher in der Schriftform die einzelnen Gedanken zusammenhanglos aneinandergereiht werden.

Durch die Definition der Rangfolge der Argumente ergibt sich der „rote Faden“ an dem entlang ich mich durch das Verschriftlichen hangeln kann.

Nun braucht man die gut sortierten Gedanken eigentlich nurmehr aufzuschreiben. Dabei sollte auf eine klare und verständliche Sprache geachtet werden.

Tipps dazu:
– zu lange Sätze vermeiden
– Satzanfänge variieren
– aussagekräftige Verben verwenden
– wenige und wenn dann nur treffende Adjektive verwenden
– auf starre Konstruktionen wie Passiv und Plusquamperfekt wo es geht verzichten
– Bezüge auch sprachlich deutlich machen (deshalb, daher, in Folge dessen, weil…)
– den Überraschungseffekt nutzen (dafür von Zeit zu Zeit die Regeln brechen und gegen die Erwartung des Lesers schreiben).

Anschließend sollte ich selbst das Ganze noch einmal gründlich Korrektur lesen. Viele der Fehler, die sich beim Schreiben eingeschlichen haben, können so noch korrigiert werden.

Bei einem vorgegebenen Zeitrahmen von 4 Stunden könnte der Zeitplan so aussehen:

1,5 Stunden Vorarbeit und Konzept
2 Stunden Niederschrift
0,5 Stunden Korrektur

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