Erzählsituation

Der Begriff Erzählsituation (auch Erzählform oder Erzählperspektive genannt) beschreibt die Art und Weise wie eine Handlung erzählt wird. Dabei werden nach F.K. Stanzel folgende Formen des Erzählens unterschieden:

Auktoriale Erzählsituation: Der auktoriale Erzähler ist ein allwissender Erzähler, der außerhalb der Geschichte steht. Er kennt sowohl alle Personen des Stückes als auch die vollständige Handlung. Diese Form des Erzählens ist geprägt von der Vorausschau und dem Rückblick. Der Erzähler kommentiert die Handlung, gewährt Hintergrundinformationen und wertet das Geschehene. Auffallend ist eine meist starke Distanz zur Geschichte, was dem Leser eine starke Identifikation ermöglicht.
Personale Erzählsituation: Der personale Erzähler ist als Teil der Geschichte zu verstehen. Seine Anwesenheit wird dem Leser nicht bewußt. Zumeit herrscht die 3. Person vor und der Erzähler schildert das Geschehen aus der Sicht einer daran beteiligten Person. Da der personale Erzähler nicht allwissend ist, sind Handlungssprünge nicht möglich und die Perspektive ist eingeschränkt.

Ich Erzählsituation: Eine der handlungstragenden Figuren selbst erzählt die Geschichte. Der Ich-Erzähler kann Haupt- oder Nebenfigur sein und liefert eine stark beschränkte Sicht der Dinge. Meist sind Ich-Erzählungen von direkter Rede und stark ausgeprägter Subjektivität bestimmt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *